Alter Wein in neuen Schläuchen?
Viel Funktionen und Möglichkeiten, die im Artikel beschrieben wurden, finden sich heute schon in PLM-, Simulations-, ERP-, Dokumentations- und Ersatzteilkatalogsystemen. Ist der digitale Zwilling deshalb einfach mal wieder ein neues Marketingwort, das bestehende Technologie im neuen Gewand verkaufen soll?
Das Besondere am Konzept des digitalen Zwillings sind Vollständigkeit, Detailgrad, Digitalisierung und die Abdeckung des gesamten Lebenszyklus sowie der mögliche Rückkanal via IoT. Und auch wenn die Summe der Informationen in den verschiedenen Systemen zu finden sind und über Schnittstellen austauschbar werden, lässt sich die komplette Vision des digitalen Zwillings eigentlich erst in einem nahtlosen, integrierten Prozesswerkzeug umsetzen. Es braucht also eine allumfassende Softwarebasis, die alle Bereiche – Konstruktion, Fertigung, Einsatz – abdeckt und die Informationen nahtlos, maschinenlesbar und allumfassen nutzbar zur Verfügung stellt.
Aktuell sind wir auf dem Weg zum digitalen Zwilling und es gibt auch schon vielversprechende Ansätze. Am Ziel sind wir, wie so oft, noch lange nicht. Aber auch diese ersten Ansätzen sind schon sehr effiziente Werkzeuge, die neue Geschäftsmodelle ermöglicht und bestehende Prozesse unterstützt.
Alle Teile:
Wissen ist Macht, mehr Wissen ist mehr Macht?
Anatomie des digitalen Zwillings
Der reale Zwilling kommt ins Spiel